Vereinsgeschichte
Auf dieser Seite wollen wir euch einen kleinen Einblick über unsere Vereinsgeschichte geben. Wo sind die Ursprünge, welche Traditionen hat der Verein.
Vor 1990 in der DDR
Die Ursprünge unseres Vereines gehen auch zurück in die DDR. Was viele nicht Wissen, auch zu dieser Zeit gab es viele Enthusiasten, die Karate betrieben - so auch in Halle. Oftmals entstanden diese Sportgruppen unter dem Deckmantel Judo/Judo-Selbstverteidigung.
Vieles entstand über persönliche Kontakte. So gab es bei unseren Ursprüngen enge Kontakte in die damalige CSSR - nach Liberec. Es wurden viele Lehrgänge besucht oder Trainer eingeladen, so dass wir ständig bestrebt waren, unseren Wissensstand zu erweitern. So fuhren wir regelmäßig nach Braunschweig um unter Shihan Shirai, Sensei Fugazza und Sensei Marccini zu trainieren. Dazu kam der jährliche Pfingstlehrgang in Bad Homburg, wo wir unter anderem unter Shihan Kase trainieren durften. Gäste in Halle waren zu dieser Zeit Shihan Ochi oder Sensei Sakumoto, der für ein Jahr Gast in Deutschland war.
1990 - Gründung der Sektion Karate in der SG Buna Halle e.V.
1990 gründete sich im Verein SG Buna Halle-Neustadt die Sektion Karate. Schnell wurden alle Sporthallenkapazitäten erschöpft und jeder noch so kleine Winkel wurde genutzt. Es wurden ständig neue Anfängerkurse durchgeführt, die nicht selten Teilnehmerzahlen jenseits der 100 erreichten. Deshalb wurde jeder mit ein wenig Karate-Erfahrung als Übungsleiter eingesetzt, um den Ansturm standzuhalten. Hier profitierte der Verein von der guten Ausbildung und Auswahl der Sportler zu DDR-Zeiten.
Geprägt war diese Zeit vor allem mit dem willen vieler, das bisher unerwünschte zu erlernen. Von vielen wurden aber auch die notwendigen Belastungen und Anforderungen unterschätzt, so dass sich viele Neumitglieder nach 6-12 Monaten wieder abmeldeten.
Auch in dieser Zeit gab es noch enge Kontakte nach Tschechien zum dortigen Karateverein in Liberec.
1996 Gründung eines eigenen Sportvereines - JKA Karate Halle e.V.
1996 gründete sich der Verein in der noch heute bestehenden Form.
Die Absplittung der JKA vom Deutschen Karateverband und Gründung einer neuen Stilrichtung führten zu vielen Diskussionen und Überlegungen. So löste sich auch unser Verein von den bestehenden Zwängen in den Verbänden. Wir entschieden uns für die JKA, weil hier der höchste in Deutschland Graduierte, Sensei Ochi, als Chiefinstructor tätig ist. Er hat die Anerkennung der JKA in Japan. Aber auch die Abkehr vom reinen Wettkampfsport Karate und der damit verbundenen veränderten Trainings- und Prüfungsbedingungen, zurück zum traditionellen Weg und Training waren für uns entscheidend. Und nicht zuletzt die ständigen Machtkämpfe um persönliche Vorteile brachten uns dazu, dem neuen Verband beizutreten.
Mit dem Wechsel des Sportverbandes einher ging die Gründung eines eigenen Vereines. Zum einen weil wir unsere Interessen zu wenig berücksichtigt sahen, zum anderen weil wir unabhängig und selbstbestimmend arbeiten wollten.
