Was ist Karate?
Karate ist eine sehr alte japanische Kampfkunst.
Ursprünglich wurde sie von chinesischen Mönchen entwickelt, dann wurde sie fortentwickelt von japanischen Bauern, um sich gegen die Lehnherren und deren Helfershelfer zu verteidigen.
Der Geburtsort des heute bekannten Karate ist Okinawa. Von dort verbreitete sich die Kampfkunst über Japan in die ganze Welt.
Wie der Name Kara-Te (japanisch »leere Hände«) sagt, ist Karate eine waffenlose Kampfkunst.
Ka
ra = Leer
Te = Hand
Do = Weg
Ist Karate gleich Karate?
Im Karate haben sich im Laufe der Zeit viele unterschiedliche Stilrichtungen entwickelt. So kennen wir u.a. das Goju-Ryu-Karate, das Wado-Ryu-Karate und natürlich das Shotokan-Karate. Jede Stilrichtung hat ihre Meister, ihre Geschichte, ihre Eigenheiten und ihre Philosophie. Das Ziel ist jedoch immer das Selbe:
Durch ständiges Training und Üben eine vollkommene Harmonie zwischen Körper und Geist zu erreichen.
Was sind JKA und DJKB?
JKA (Japan Karate Association) ist der japanische Karateverband, der es sich zum Ziel gemacht hat, das ursprüngliche traditionelle (Shotokan-)Karate weltweit zu verbreiten und zu vertreten. Der Hauptsitz des JKA ist in Tokio.
Der JKA hat viele nationale »Töchterverbände«.
Der DJKB (Deutscher JKA-Karate-Bund e.V.) ist die deutsche Tochter des JKA. Der Hauptsitz des DJKB ist Zweibrücken in der Nähe von Homburg.
Der Chefinstructor des DJKB ist Shihan Hideo Ochi (8. Dan). Infos zur Person weiter unten.
Es gibt zudem durch den DJKB berufene Instruktoren: Die derzeit aktuellen zu finden auf der DJKB-Seite unter: Instructoren
Der JKA-Karate Halle e.V. orientiert sich am Trainer und Instructor Sensei Risto Kiiskilä (6. Dan). Mehr zur Person weiter unten.
Funakoshi Gichin
Funakoshi Gichin (* 1868; † 1957) ist der Begründer des modernen Karatedō.
Das höchste Ziel im Karate-Do ist nicht der Sieg oder die Niederlage, sondern die Perfektion des menschlichen Charakters
Die 5 Dojokun-Regeln
Obwohl er nach eigenen Aussagen in der Kindheit eher klein und kränklich war, fing er im Jugendalter unter Meister Asato Yasutsune, einem Karate- und Schwertkampfmeister der Jigen-ryu, und unter Meister Itosu Yasutsune an, Okinawa-Karate zu erlernen. Funakoshi war beruflich als Hauptschullehrer tätig. Trotzdem stellte Karate seinen Haupt-Lebensinhalt dar. Er war sehr um die Verbreitung des Karate bemüht. Ihm gelang es, diese Kampfkunst in den Sportunterricht an der Schule zu integrieren.
1922 reiste Funakoshi als Leiter einer Delegation aus Okinawa nach Tokio und stellte dort Karate erstmals der japanischen Öffentlichkeit vor. Aufgrund des großen Interesses blieb er in der japanischen Hauptstadt, um weiter zu unterrichten. Um sich seinen Lebensunterhalt zu verdienen, arbeitete er in Tokio als Hausmeister, Karatelehrer, Gärtner und Reinigungskraft. Erst nachdem es ihm gelang, Karate in Japan bekannter zu machen, konnte er sich auch von seiner Tätigkeit als Karatelehrer ernähren.
Zeit seines Lebens folgte Funakoshi einem strengen Ehrenkodex. So lehnte er es zum Beispiel ab, „schmutzige“ Worte wie Socke oder Toilettenpapier zu benutzen. Auch war Funakoshi ein sehr friedfertiger Mann, der versuchte, den Kampf wann immer möglich zu vermeiden. So gab er zum Beispiel einmal Dieben den Kuchen, den er als Opfergabe für seine Ahnen vorgesehen hatte, nur um den Konflikt mit den beiden ihm wahrscheinlich unterlegenen Männern zu vermeiden. Auch Funakoshi-Senseis Familienangehörige sind oder waren exzellente Karateka.
Quelle Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Funakoshi_Gichin
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Wer ist Shihan Hideo Ochi (8. Dan)?
Hideo Ochi – Ein Leben für das Karate (Quelle: JUDO-KARATE 1/99, Seite 53–56)
Hideo Ochi wurde am 29. Februar 1940 in Ehime, Shikoku, Japan geboren. Er studierte Wirtschaftswissenschaften an der Takushoku University in Tokyo. Gleichzeitig war er Mitglied in der Karate-Gruppe dieser Universität und graduierte dort zum 2. Dan.
Von 1963 bis 1965 besuchte Hideo Ochi die Instructor Class der Japan Karate Association (JKA) im Honbu Dojo in Tokyo unter der Leitung von Chief Instructor Masatoshi Nakayama. Nach diesen zwei Jahren unterrichtete er selbst bis 1970 im JKA Honbu Dojo.
Hideo Ochi war innerhalb der Japan Karate Association sehr erfolgreich. So belegte er in den 60er und 70er Jahren wiederholt obere Ränge in Kumite wie Kata und erhielt als einziger Karateka neben M. Ueki dreimal den Titel Grand Champion verliehen – für den Sieg in der einen und eine Platzierung in den ersten drei Rängen in der jeweils anderen Disziplin.
Im Jahre 1970 wurde er von M. Nakayama nach Deutschland entsendet, um dort die erfolgreiche Arbeit von Hirokazu Kanazawa als JKA Chief Instructor Deutschland fortzuführen. In Deutschland war er dann zunächst Chief Instructor des Deutschen Karate-Bundes (bis 1988), danach Chief Instructor des Deutschen Karateverbandes (1994). Seit der Trennung vom DKV ist er Chief Instructor des Deutschen JKA-Karate-Bundes. Die von Hideo Ochi betreuten Teams gewannen mehrfach die Europameisterschaften und holten insgesamt 4x den Titel eines Vice-World Champion der IAKF (1975, 1977, 1980 und 1983).
Weitere Infos auf der Hompage des DJKB.
Wer ist Risto Kiiskilä (6. Dan)?
Der JKA-Karate Halle e.V. versteht sich als Schüler unseres Trainers und Meisters Risto Kiiskilä (6. Dan).
geboren am 04.05.1947 in Lahti/ Finnland
Abitur 1967, danach Studium der Betriebswirtschaftslehre in Frankfurt
Seit 1970 lebt, trainiert und lehrt der DJKB-Instructor in Frankfurt am Main.
dreifacher Deutscher Meister 1977-1979
zweifacher Vizeweltmeister in der Mannschaft 1975-1977
1973 bis 1979 war er Mitglied der deutschen Nationalmannschaft, mit der er bei der WM in Tokyo den Vizemeistertitel im Kumite-Team holte.
Erarbeitung einer speziellen Ausbildungsmethodik mit altersspezifischer Weiterentwicklung
Spezialisierung auf das Heranführen von Kindern an das Karate.
1984-1989 Landestrainer von Berlin (West)
Weiter Informationen erhaltet Ihr auf der Seite des DJKB oder unter www.kd-ippon.de. Einen kurzen Lebenslauf erhaltet Ihr auch auf der Seite des Bushido-Dojo Berlin.
Wie wird Karate trainiert?
Im Karate kennen wir drei Hauptübungsformen:
Kihon (Grundschule)
Unter »Kihon« versteht man die einzelnen Techniken. Anfänger trainieren jede Technik einzeln. Fortgeschrittene trainieren dann Kombinationen aus den Einzeltechniken.
Beim Kihon kommt es auf die richtige und präzise Ausführung der Technik an. Am Anfang steht der richtige Bewegungsablauf im Mittelpunkt, später die richtige Atmung, der richtige Einsatz des ganzen Körpers (besonders der Hüfte) sowie das Timing. Kihon ist die Vorstufe für Kata und Kumite.
Kata (Formen)
»Kata« ist ein Kampf gegen eine Anzahl »unsichtbarer« Gegner.
Hier ist sowohl der Ablauf als auch die Art der einzelnen Abwehr- und Angriffstechniken genau vorgeschrieben. (Link zu Abläufen einzelner Kata)
Kumite (Kampftraining)
»Kumite« ist der Kampf gegen einen Gegner. Nach dem jeweiligen Stand der Fähigkeiten eines Karateka werden unterschiedliche Formen des Kampftrainings praktiziert.
Was bedeuten die Gürtel?
Je nach Leistungsstand kann der Karateka bei einem Meister mit Prüfungslizenz seine Schülerprüfungen ablegen. Die Kyu-Grade (Schülergrade) entsprechen dann den Gürtelfarben:
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9. KYU | 8. KYU | 7. KYU | 6. KYU | 5. KYU | 4. KYU | 3. KYU | 2. KYU | 1. KYU |
Nach jahrelangem regelmäßigem Training und erfolgreichem Ablegen der Kyu-Prüfungen kann ein Karateschüler bei entsprechendem Leistungsstand die Prüfung zum 1. Dan (schwarzer Gürtel) ablegen. Diese wird im DJKB nur durch unseren Cheftrainer und Sensei Hideo Ochi abgenommen.
Um den Leistungsstand für die Prüfung zum 1. Schwarzgurt zu erreichen, benötigt ein Karateka durchschnittlich 10 Jahre Training.
